Guatemala's Daten und Fakten

Die Republik Guatemala in Mittelamerika hat eine ganz besondere Lage, da sie der geographische Mittelpunkt des amerikanische Kontinents liegt. Im Norden und im Westen grenzt Guatemala an Mexiko, im Südosten an El Salvador und Honduras, im Nordosten an Belize und die Karibik und im Süden an den Pazifik.

Die Gesamtfläche Guatemalas beträgt 108,899 Quadratkilometer und enthält Bergketten
und Vulkane (der höchste davon, der Tajumulco, in der Provinz San Marcos, liegt 4,211
Meter über Meereshöhe), niedrig gelegene Dschungelflächen, Regenwälder, kristallklare
Seen und Flüsse.
Zwei Gebirgsketten erstrecken sich in Guatemala, die eine, Gebirgssystem Sierra
Madre, verläuft 260 Km parallel zur Pazifikküste und bildet die zentrale
Hochebene, wo auch der Sitz der Städte Guatemala, La
Antigua, Sololá, Santa Cruz del Quiché und Chimaltenango ist. Die zweite
erstreckt sich bei Huehuetenango und nennt sich das Gebirgssystem der Cuchumatanes.
Diese Gebirge verlaufen in weitere wichtige Gebirgsketten wie die Sierra de
las Minas, die Sierra de Chama, die Sierra de Chuacus und die Merendon Gebirge.
Noch eine hervorragende Kennzeichnung der guatemaltekischen Landschaft sind
die 33 sensationellen Vulkane. Der Vulkan
Fuego (2552 M. ü. M.) liegt südlich vom Amatitlán See. Die Spitze
kann 1-1/2 Stunden (von San Francisco de Sales aus) oder in 4 Stunden (von Santa
Elena Barillas aus) bestiegen werden. Der kleine MacKenny Krater, der seit seiner
Geburt 1975 tätig ist, kann in ca. 30 Minuten erstiegen werden, um die brodelnde
Lava des Kraters zu fotografieren. Der Vulkan
Aqua (3765 M.ü.M.) kann in 5 Stunden vom Dorf Santa Maria de Jesus (16 km.
südlich von Antigua) aus bestiegen werden.
Der Blick von der Kraterkuppe ist unbeschreibbar schön und ermöglicht die Sicht
auf den gesamten Süden Guatemalas, einschließlich der westlichen Bergketten.
Die Vulkan Acatenago (3975 M.ü.M.)
und Fuego (3763 M.ü.M.) befinden
sich westlich von Antigua. Der Acatenago
hat zwei Kegel: den Acatenangokegel und der kleinere Yepocapakegel. Der Konus,
des Fuego, der 1962 durch einen Ausbruch zerstört wurde, raucht noch und bricht
auch Asche und Sand aus. Vom Dorf Acatenango aus, können beide Vulkane auf demselben
Ausflug bestiegen werden.
Die Vulkane Atitlán (3 536 M.ü.M.) Tolimán (3 134 M.ü.M.) und San Pedro (3 020
M.ü.M.) umringen den Atitlán See.
Man benötigt ca. 8 Stunden für den Atitlán für die Besteigung, rund 5 Stunden
für den San Pedro, und ungefähr 6 Stunden für den Tolimán.
Die Bergketten teilen das Land in zwei große Wasserscheiden auf, mit Flüssen
die in das Stille Meer oder in die Karibik münden. Die südliche Wasserscheide
enthält viele Stromschnellen und Wasserfälle, während die Östliche ruhigere,
breitere und tiefere Flüsse bietet, die ideal zum Fischen und Bootfahren sind.
Auf der pazifischen Seite sind die wichtigsten Flüsse der Suchiate, Naranjo,
Samala, Michatoya, Paz und Los Esclavos. Auf der karibischen Seite sind es der
Polochic, Rio Dulce, Motagua und Sarstun. Die Flüsse Usumacinta, La Pasión,
Salinas und Rio Azul, auch Rio Hondo genannt, bewässern den Dschungel von El
Petén und sind ein wahres Paradies für diejenigen die gerne fischen, die echte
Tropen genießen und die Stromschnellen mit einem Floß bewältigen wollen. Guatemala
kann auch mit Stolz auf seine vielen Seen zeigen. Eine beträchtliche Anzahl
davon sind vulkanischen Ursprungs, enthalten Mengen an Fischen und sind wassersportfreundlich.
Die wichtigsten sind der Atitlán,
Amatitlan, Izabal, Peten Itza, Guija und Ayarza.
| Geografie | Fläche | 108,899 qkm |
| Demografie | Einwohner (1997) | 11242000 |
| Wachstumsrate (1992-97) | 2,9% | |
| Bevölkerungsdichte | 103,2 pro qkm | |
| Katholiken | 75% | |
| Protestanten | 25% | |
| Geburtsrate pro 1000 (1994) | 35,4 (Welt 25) | |
| Gesundheit | Lebenserwartung Mann | 61,9 Jahre |
| Lebenserwartung Frau | 67,1 Jahre | |
| Totgeburten pro 1000 Lebendgeb. (1994) | 53,9 | |
| Ärzte (1988) | 1 pro 3999 Einw. | |
| Spitalbetten | 1 pro 699 Einw. | |
| Einwohner ü. 25 ohne formale Schulbildung | 45,2% | |
| Economie | Radio | 1 pro 52 Einw. |
| Television | 1 pro 45 Einw. | |
| Telefon | 1 pro 27 Einw. | |
| Inflation | 10,4% | |
| Arbeit | Arbeislose | k.A. |
| Bauern | 58,1% | |
| Minenarbeiter | 0,1% | |
| Fabrikarbeiter | 13,6% | |
| Handwerker | 4,1% | |
| Militär | 42000 Personen |
(nicht komplett) Source: Encyclopaedia Britannica
Lange vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus blühte in Guatemala die Maya Zivilisation, die unverwüstliche Spuren ihrer astronomischen Kenntnisse hinterlassen hat - die Grundlage für ihren erstaunlich genauen Kalender. Abgesehen davon, hinterließen sie uns medizinische, landwirtschaftliche, mathematische und architektonische Kenntnisse, wie auch eine fortgeschrittene politische Organisation und ihre mystische polytheistische Religion. Die Eroberung Guatemalas begann anfangs des 16. Jahrhunderts und wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts mit der Eroberung von Itzá, der letzen unabhängigen Festung der Einheimischen, beendet. Das Großkolonialreich Guatemala machte sich am 15 September 1821 von Spanien unabhängig, wurde dann aber im Januar 1822 gewaltsam von Mexiko angeschlossen. Am l. Juli 1847 wurde die Staatsform der Republik offiziell ausgerufen, die auch heute noch besteht.
Die von Indianern und Spaniern abstammenden Mestizen bilden einen Teil der 11 Millionen Einwohner und haben eine eigene Identität entwickelt, die auf beiden Kulturen zurückzuführen ist. Es bestehen außerdem 22 Völkergruppen - die Abkömmlinge der Maya Ureinwohner - die das kulturelle Erbe ihrer Vorfahren aufrecht erhalten.
Spanisch ist die offizielle Sprache. In eingeborenen Gemeinden werden ca. 22 unterschiedliche Sprachen gesprochen, unter denen sich die Quiché, Cakchiquel, der Mam und Kekchi auszeichnen. In der Touristengebieten wird vielfach auch Englisch gesprochen. Hat man allerdings im Sinn, in abgelegenere Regionen zu fahren, so ist Spanisch ein Muss.
Guatemala verfügt über ein tropisches Klima, das je nach Höhenlage stark variiert. Im Bereich zwischen etwa 900 und 2400 Metern, wo die höchste Bevölkerungsdichte herrscht, sind die Tage ganzjährig warm und die Nächte kühl. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt dort bei etwa 20°C. In den niedrig gelegenen Küstenregionen ist das Klima zunehmend wärmer und feuchter, hier herrschen jährliche Durchschnittstemperaturen von 25 bis 30°C. Von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit. Im Norden beträgt die mittlere jährliche Niederschlagsmenge zwischen 1525 und 2540 Millimetern. In Guatemala-Stadt, also im südlichen Hochland, werden jährlich etwa 1320 Millimeter gemessen.
Guatemala ist eine demokratische, konstitutionelle Republik, deren Regierung von der vollziehenden, der richterlichen und der legislativen Gewalt ausgeübt wird. Politisch ist es in 22 Bezirke und diese sind wiederum in Gemeinden eingeteilt.
Der Kaffee bildet die Hauptbasis der Wirtschaft. Und danach kommt er Tourismus, der
sich in den letzen Jahren zur der zweiten Devisenquelle des Landes entwickelt hat.
Andere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind: Kakao, Mais, Bohnen, Bananen,
Zuckerrohr, Gemüse, Blumen, Obst und die Viehzucht. Außer seiner berühmten Textil-
und Keramikindustrie haben sich in Guatemala unter anderem die Montage von
Elektroartikeln-, die Möbel- und die Lebensmittelkonservenindustrie entwickelt.
Die heutige bunte und dynamische Kunst und Kultur Guatemalas wird durch den
Kontrast zwischen den modernen Bräuchen in Guatemala-Stadt, dem Zentrum des
städtischen Kulturlebens, und den sehr lebendigen, traditionellen Lebensgewohnheiten
der indianischen Landbevölkerung geprägt. Eines der indianischen Zentren, sowohl
der Kunst und Kultur als auch des Widerstands gegen die politische Unterdrückung,
ist die Kleinstadt Quetzaltenango. Das spanische Erbe tritt einerseits in der
offiziellen Amtssprache zutage sowie andererseits in zahlreichen Architektur-
und Kunstschätzen, etwa den verschiedenen Kirchen, die im so genannten Mudejar-Stil
erbaut wurden. In Antigua, der ehemaligen
Kolonialhauptstadt, die sich in der Nähe von Guatemala befindet, sind heute
noch viele prächtige Gebäude aus der Kolonialzeit erhalten. Das traditionell
vielfältige Kunsthandwerk Guatemalas, z.B. die Weberei bunt gemusterter Stoffe,
die Schmuckherstellung (zB. Jade) und die
Keramikarbeiten, ist eine gelungene Kombination aus indianischem Design und
der technischen Kunstfertigkeit der Spanier und auf den zahlreichen lokalen
Märkten deutlich präsent. Die berühmten Webstoffe sind nicht nur Zierde, sondern
werden von der Indianerbevölkerung noch zur Anfertigung ihrer Alltagskleidung
benützt; dabei verfügt jedes der zahlreichen Dörfer des Hochlands über seine
eigenen Stoffmuster und spezifischen Trachten.
Zu den weltweit bekannten guatemaltekischen Künstlern aus dem 20. Jahrhundert gehören so
berühmte Schriftsteller wie Enrique Gómez Carrillo, Rafael Arévalo Martinez, Mario
Monteforte Toledo und Miguel Ángel Asturias, der 1967 den Literaturnobelpreis erhielt.
Carlos Mérida, Alfredo Gálvez Suárez und Valentín Abascal sind bedeutende Maler, in
deren Werken das indianische Erbe ihres Volkes eine große Rolle spielt. José Castañeda
ist ein bemerkenswerter guatemaltekischer Komponist.
Das Nationalinstrument Guatemalas ist Marimba.
Die politische Verfassung des Landes garantiert Religionsfreiheit. Die katholische Religion herrscht jedoch vor. In einigen Gebieten vermischen die Eingeborenen in ihren Kulten die katholische Religion mit präkolumbischen Ritualen (zB. Maximón).
| Guacamole | Avocadocreme, gehört zu den Grundnahrungsmittel |
| Frijoles | Bohnenmus, gehört zu den Grundnahrungsmittel |
| Tortillas | Nahrungsmittel Nummer 1 |
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Guatemala verfügt über alle möglichen Verkehrsmittel, Taxis, Nah- und Fernbusse, Flugverkehr. Jeden erdenklichen Ort in Guatemala kann mit den Bussen erreicht werden. Außer Linienbussen und Taxis, hat Guatemala City Mietwagen Agenturen und Reisebüros die Ausflüge zu den Hauptsehenswürdigkeiten organisieren. Von der Hauptstadt aus gibt es auch Kurzflugverbindungen mit anderen Städten.
Guatemala hat ein großes Telefon-, Telegraph-, Telex- und Faxnetzwerk. Es besitzt auch Fernsehnetze und Tageszeitungen, die, die Besucher über Weltereignisse auf dem Laufenden halten. In den touristischer Orten ist auch der Zugang zum Internet möglich.
Guatemala ist ideal zum Einkaufen von Geweben, Holzschnitzereien, Silber- und Jadeschmuck, Masken und weiteren Handarbeiten; auch handgewebte Textilien und Kleidung in reizvollen Mustern und herrlichen Farben sind sehr gesucht. Die Preise in den Geschäften der Großstadt sind Festpreise, aber auf den Dorfmärkten und in den kleineren Handarbeitsgeschäften darf bzw. muß man handeln.
Die meisten Hotels, Restaurants und Nachtklubs führen nationale und internationale Unterhaltungskünstler vor. In den Theatern der Hauptstadt wie auch in anderen Städten werden Konzerte, Theaterstücke und Balletts regelmäßig aufgeführt. Außerdem bestehen im ganzen Lande viele verschiedene Museen und Kunstgalerien.
Privatfirmen arbeiten von Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 18:00 Uhr; während Behörden von 8:00 bis 16:30 Uhr arbeiten. Banken sind von 9:00 bis 15:00 von Montag bis Freitag geöffnet und Samstags morgens zu gewissen Zeiten. Die meisten Geschäfte sind die ganze Woche bis abends spät geöffnet.
Deutsche, österreichische und schweizer Staatsbürger benötigen kein Visum.
Internationale Fluggesellschaften die Guatemala direkt anfliegen sind: KLM, IBERIA, AMERICAN AIRLINES, CONTINENTAL, PAN AMERICAN, MEXICANA, TACA, SAHSA, AERONICA, LACSA, COPA, SAM, und die nationalen Fluglinien AVIATECA, AEROVIAS und AEROQUETZAL, die auch von Guatemala City in das Petén Gebiet fliegen.
Die Landeswährung ist der Quetzal. Bekannte Kreditkarten werden fast überall angenommen. Es gibt in Guatemala City und Antigua auch Kreditkartenautomaten.
Ein Trinkgeld von 10% - 15% ist üblich. Die meisten Hotels und Restaurants schlagen kein Trinkgeld auf.
| 1. Januar | Neujahrstag |
| März oder April | Osterwoche |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 30. Juni | Tag der Wehrmacht |
| 15. August | Himmelfahrtstag |
| 15. September | Unabhängigkeitstag |
| 20. Oktober | Tag der Revolution |
| 1. November | Allerheiligen |
| 24. & 25. Dezember | Weihnachten |
| 31. Dezember | Silvester |
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Der Quetzal, der Nationalvogel Guatemalas, nachdem auch die Währung benannt ist |
| Eine alte Marktfrau, die sich Frühlingszwiebeln gekauft hat ... | ![]() |
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... der Mann handelt den Preis für die Karotten aus |
| die Kinder sind überall mit dabei ... | ![]() |
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Ein Kind holt sich gerade Wasser für das Waschen der Klamotten ... |