Die Geschichte der Tortillas

Geschichte

Der Mais ist eines der wichtigsten Nahrungsprodukte Guatemalas. Es ist die Basis der Ernährung der Guatemalteken. In Guatemala wird der Mais unterschiedlich verarbeitet, es werden Tacos, Tamales (Fleisch oder Gemüse mit Mais ummantelt, und diese in Bananenblätten eingepackt), Tortillas, Enchilladas etc. gemacht. Zum Mittag- und Abendessen werden als Beilage immer Tortillas serviert, zum Frühstück wir Brot vorgezogen. In den Ärmeren Regionen werden Tortillas zu allen drei Mahlzeiten gegessen. Sie können alles weglassen, (Eier, Fleisch, Milch etc.), aber nicht die Tortillas.

Die Tortillas sind in allen Bevölkerungsschichten (Guatemalteken, Ureinwohner sowie auch Nicht-Ureinwohner) fest verwurzelt. Ohne Einschränkung ist der Tortilla eine mehr als nahrhaftes Lebensmittel: Es ist die Basis ihrer Cilvilisation; sein Fleisch, seine Knochen und sein Leben. Es ist die Kraft und die Stärke von Gott. Die Saat und die Ernte des Maises wird immer durch eine spezielle Zeremonie begleitet. Diese Tradition ist sehr alt, und wurde schon von den Mayas, den Azteken etc. praktiziert. Es gibt vier verschiedene Farben des Maises; weißlich, gelb, rötlich oder schwarz. Sind die Maiskörner noch weich (so nennt man ihn "clote"), er kann zum Kochen oder zum Braten verwendet werden. Um aber Tortillas machen zu können, muß der Mais reif sein. Man weicht die Maiskörner mit einer Art Kalklösung ein, um die Schale abzulösen. Nach diesem Prozeß wird der Mais gewaschen und gemahlen, bis eine weiche Maße entsteht, um Tortillas machen zu können. Viele Frauen benutzen Steine, um diese zu mahlen. Es ist unentbehrlich, eine Art Lehmpfanne zu besitzen, mit welcher die Tortillas zum Schluß "gebraten" werden.

In vielen anderen Ländern werden Maistortillas maschinell hergestellt. Diese werden anschließend steril verpackt und in die ganze Welt exportiert. Doch die Guatemalteken glauben, dass die, die mit der Hand gemacht wurden, ihnen mehr Kraft und Leben gibt.

Zubereitung

Man nimmt das feingemahlene Maismehl (Marzorka) und vermischt es mit Wasser. Die Masse sollte nicht zu wässerig aber auch nicht zu klumpig werden. Die Hände sollten vor dem Formen leicht angefeuchtet werden. Man nimmt nun eine ca. tischtennisballgrosse Menge und formt diese mit der Hand zunächst zu einem Ball. Indem man beide Hände mit der Masse zusammenklatscht und diese dabei dreht, entsteht eine Art Minipfannkuchen. Anschließend werden diese in einer Pfanne beidseitig ohne Öl leicht braun "angebraten".